Sambia Safari: Meine neue umweltfreundliche Abenteuerreise durch das beste Safariland Afrikas
- Bernd Pfleger

- 29. Juli
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag
Sambia Rundreise abseits der Touristenpfade – Zu den wahren Highlights Zambias
Bernd Pfleger, Biologe und Gründer des Naturreiseveranstalters Experience Wilderness, hat schon in fast jedem Safariland Afrikas Gruppenreisen geleitet. Hier erzählt er, warum der Geheimtipp Sambia für ihn das beste Land für eine Afrika Safari ist – und wie daraus eine besonders nachhaltige und abenteuerliche Safari durch Sambia und darüber hinaus entstand.

Du willst eine Safari in Sambia machen? Eine grandiose Idee!
Südafrika, Botswana, Tansania, Kenia, Namibia,… Ich habe als Wildnis-Guide und Reiseleiter in fast jedem Safariland Afrikas gearbeitet – aber wenn mich jemand fragt, welches davon das Beste ist, brauche ich nicht überlegen: Sambia.
Nicht, weil hier die meisten Löwen oder Elefanten vorkommen. Die siehst Du auf einer Sambia Safari natürlich auch. Sondern weil Zambia noch so ursprünglich und wild ist! Kaum erschlossen. Kaum bereist. The Real Africa.
Warum ist Sambia das beste Land für eine Safari in Afrika?
Sambia ist riesig. Mit 750.000 km² doppelt so groß wie Deutschland. Hat aber nur 20 Mio. Einwohner. Zum Vergleich: Deutschland hat 83 Mio. Sambia ist also sehr dünn besiedelt. Deshalb finden sich hier im Gegensatz zu den meisten Afrikanischen Staaten auch außerhalb der Schutzgebiete noch großteils ursprüngliche Naturlandschaften wie Miombo Trockenwälder oder offene Savannenlandschaften. Zudem sind die meisten Menschen sehr freundlich, lebenslustig und fröhlich. Wohl der Hauptgrund, warum Sambia für seine stabile demokratische Wahltradition mit mehreren friedlichen Machtwechseln bekannt ist und außerhalb der Hauptstadt eine niedrige Kriminalitätsrate aufweist.
Und die zahlreichen Nationalparks und Naturreservate sind sowieso ein Traum. Riesig groß. (Der größte Nationalpark Sambias, der Kafue Nationalpark, ist mit 22.400 km² mehr als halb so groß wie die Schweiz!) Wild und ursprünglich. Und speziell entlang der Flüsse finden sich sehr hohe Tierdichten.

Warum unternehmen dann nur so wenig Touristen eine Rundreise durch Sambia? Und warum gibt es nur so wenig Reiseveranstalter, die das Land überhaupt anbieten. Der Hauptgrund: Sambia ist schwer zu bereisen. Kaum Infrastruktur abseits der Hauptrouten, unbefestigte Pisten, und mittendrin der Luangwa-Fluss. Er ist auf seiner Gesamtlänge von 800 km komplett naturbelassen. Nur 3 Brücken queren ihn. Das heißt: Jede Route verlangt hier Umwege, Geduld, gute Fahrkünste und Erfahrung mit den Geländewagen. Und die eine oder andere schwierige Flussdurchquerung.

Deshalb beschränken sich die meisten Sambia-Reisen auf die zwei leicht erreichbaren Tourismus-Hotspots: den South Luangwa Nationalpark und die Victoria-Fälle. Beide zurecht berühmt. Der South Luangwa Nationalpark zählt beispielsweise zu den Gebieten mit der höchsten Tierkonzentration Afrikas. Aber wer nur diese zwei Orte besucht, hat Sambia nicht wirklich erlebt. Die eigentlichen Besonderheiten Sambias – die wilden, menschenleeren Naturlandschaften wie den North Luangwa Nationalpark, die traditionellen Dörfer mit ihren freundlichen Menschen, die beeindruckenden menschenleeren Wasserfälle im Norden, oder die wahrscheinlich größte Säugetiermigration der Welt – bleiben fast allen Reisenden verborgen.
Seit 2012 in Sambias Wildnis unterwegs
Genau das wollte ich ändern. Seit 2012 leite ich nun schon regelmäßig Safaris in Sambia. In dieser Zeit habe ich auch lokale Guides ausgebildet und immer wieder neue, kaum bereiste Gebiete erkundet, die ich später in unsere Rundreisen aufnehmen konnte. Aus dieser jahrelangen Feldarbeit entstand schließlich eine einzigartige, mehrwöchige Sambia Reise – als Herzstück meiner vierwöchigen „Great African Journey“, einer umweltfreundlichen Safari durch Kenia, Tansania, Sansibar und vor allem Sambia.

Wie muss eine Sambia Rundreise aussehen, die dem Land gerecht wird?
Für eine Sambia-Rundreise, die ich guten Gewissens empfehlen kann, und die diesem grandiosen Land wirklich gerecht wird, braucht es meiner Meinung nach: Zeit, einen erfahrenen Guide, und den Mut, auch die schwer zugänglichen Gebiete anzusteuern. Genau das ist das Konzept unserer „Great African Journey“: eine geführte Gruppenreise mit nur maximal 7 Teilnehmer:innen, die sich ausgiebig Zeit für Sambias einzigartige Naturerlebnisse nimmt – von mehrtägigem Camping im unberührten North Luangwa Nationalpark über eine Fußsafari im South Luangwa Nationalpark mit bewaffnetem lokalem Ranger bis hin zu Baden bei spektakulären Wasserfällen oder zur Flughund-Migration im Kasanka Nationalpark – das größte Naturschauspiel, das ich erleben durfte. Ergänzt wird das Ganze durch die Fahrt mit der legendären TAZARA-Bahn von Tansania nach Sambia, Einkäufe auf lokalen Märkten und Stopps in kleinen Dörfern abseits der Touristenrouten.
Die Highlights dieser Sambia Rundreise: North Luangwa & South Luangwa Nationalparks, Kasanka Nationalpark, Lumangwe und Kabwelume Wasserfall
Das Luangwa-Tal ist Teil des großen Ostafrikanischen Grabenbruchs – und für mich der aufregendste Ort der Welt. Wir starten im North Luangwa Nationalpark, einem der abgeschiedensten Schutzgebiete der Erde. Hier campen wir mehrere Tage lang einsam und allein am Luangwa. Vor uns nur der Fluss mit der wohl höchsten Flusspferd-Dichte der Welt. Kein Handyempfang, keine Infrastruktur. Nur das Rauschen des Flusses, das Kreischen der Hagedasch-Ibisse und das Grummeln der Elefanten. Hier fällt der Alltag komplett von Dir ab. Besser geht’s nimmer!

Auf einer rauen Piste durch den Luambe Nationalpark geht es weiter in den South Luangwa Nationalpark, Sambias bekanntestes Schutzgebiet. Hier gönnen wir uns eine nette Lodge und gehen mehrmals täglich und sogar nachts auf Pirschfahrt – und wandern frühmorgens mit einem lokalen Ranger zu Fuß durch die unberührte Wildnis. Spurenlesen, Anschleichen, und das wahre Afrika erleben.
„Die Bushwalks mit lokalen Rangern waren nochmal etwas ganz Spezielles – zu Fuß an die Tiere anschleichen. Unvergesslich sind auch die Night Drives in Sambia, bei Einbruch der Dunkelheit konnten wir nochmal ganz andere Tiere beobachten. Genächtigt haben wir in Luxus Lodges, in einfachen Camps und auch in Dachzelten auf unseren Geländewagen - einmal das volle Programm :)“
Von dort queren wir den South Luangwa Nationalpark auf der berüchtigten und kaum befahrenen „05-Road" – mehrere Flussdurchquerungen und ein steiler Anstieg aus dem Tal machen diese Etappe zu einer echten Expedition abseits der Touristenpfade. Je nach Termin erreichen wir anschließend den Kasanka Nationalpark, wo von Oktober bis Dezember rund eine Million Palmen-Flughunde zum Sonnenuntergang den Himmel verdunkeln, oder – beim Juli/August-Termin – die kaum bekannten, aber sehr spektakulären Lumangwe- und Kabwelume-Wasserfälle im Norden Sambias. Baden und zelten an den Wasserfällen inklusive. Ein echter Geheimtipp.

„Von den vielen unvergesslichen Eindrücken zähle ich hier ein paar auf, die man bei üblichen Massensafaris wahrscheinlich nicht erlebt: Kontakt mit der örtlichen Bevölkerung, Bushwalks mit Rangern und Anpirschen an die Wildtiere, Führung von einem Massai durch seine Apotheke (=Busch), Beobachtung eines Leoparden bei der Abendmahlzeit in einer Astgabel und den unvorstellbaren Abflug der Flughunde am Abend.“
TAZARA, Märkte und Dörfer: Sambia jenseits der Safari-Klischees
Eine Sambia-Rundreise, die Land und Leute wirklich zeigt, braucht mehr als Nationalparks. Deshalb reisen wir mit der TAZARA (Tanzania-Zambia-Railway) im eigenen Abteil eines 1.-Klasse-Liegewagens gemütlich durch Tansania nach Sambia, bevor wir in der Kleinstadt Mpika unseren sambischen Koch und Fahrer treffen und gemeinsam mit ihnen am lokalen Markt unsere Vorräte für die kommenden Wildnistage einkaufen. Unterwegs durchqueren wir zudem kleine, abgelegene Dörfer, die von klassischen Zambia Safaris nie erreicht werden. So entstehen echte Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung – auf Augenhöhe statt als inszenierter „Kulturbesuch".

„Die erlebten Eindrücke, z.B. der Bus- und Zugfahrten, das Queren vom South Luangwa bis zum Kasanka Nationalpark auf der ‚05-Road‘ sind unbeschreiblich – das kann man nur selbst erleben! Dass diese Gänsehaut-Erlebnisse möglich waren, dafür danke ich Bernd von Herzen und ‚meinen‘ interessanten Mitreisenden.“
– Sabine, Teilnehmerin Great African Journey 2024
Digitale Stille & echte Weite: Sambia Safari als Kontrastprogramm zum Alltag
Gerade weil Sambia dünn besiedelt und so wenig bereist wird, findet man hier eine Stille und Weite, die in den überlaufenen Safarigebieten Ostafrikas kaum mehr zu finden ist. Die Tage im North Luangwa Nationalpark sind zum Beispiel komplett offline, fernab jeglicher Zivilisation – für viele unserer Teilnehmer:innen die intensivste Digital-Detox-Erfahrung ihres Lebens. Kein Handyempfang, keine anderen Fahrzeuge, nur das Rauschen des Flusses und nachts das ferne Brüllen der Löwen. Wer nach echter Erholung und einem Perspektivwechsel abseits des Alltags sucht, ist auf dieser Safari durch Sambia genau richtig.
Zudem schließen wir diese einzigartige Ostafrika Rundreise mit einer schönen Lodge auf der Trauminsel Sansibar ab. Damit ihr am einsamen, weißen Sandstrand, unter Palmen, die unglaublichen Eindrücke der letzten Wochen Revue passieren lassen und eure Kraftreserven vollends aufladen könnt.

Wirklich nachhaltig Sambia bereisen statt Greenwashing betreiben
Fernreisen mit dem Flugzeug sind, wie ich in unserem Blogbeitrag zur Klimabilanz der Great African Journey Nachhaltige Safari Afrika ohne Flug ausführlich erkläre, aus meiner Sicht das weitaus größte Umweltproblem beim Reisen. Deshalb versuchen wir bei dieser Afrika Safari so kurz wie möglich zu fliegen und besonders umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmittel nach Sambia zu kommen (und sparen damit ca. 450-750 kg CO₂ pro Person im Vergleich zu einer herkömmlichen Sambia Gruppenreise ein) – vom Nachtzug nach Rom über die TAZARA-Eisenbahn bis zu den Fahrten mit dem Überlandbus und der Fähre nach Sansibar. Hier ist natürlich der Weg bereits das Ziel. Deshalb erkunden wir „on the way“ die spannendsten Wildnisgebiete Kenias und Tansanias. Als exklusiver Reisepartner des WWF Österreich und Träger des Österreichischen Umweltzeichens fließt zudem ein fixer Betrag jeder Reise direkt in Wildnisschutzprojekte.
Praktische Informationen für diese naturkundliche Safari durch Sambia, Kenia, Tansania und Sansibar
Termine:
13.10.-10.11.2026 (Flughund-Migration) - Noch 1 Platz frei!
13.07.-10.08.2027 (Große Wasserfall-Runde)
19.10.-16.11.2027 (Flughund-Migration)
01.08.-29.08.2028 (Große Wasserfall-Runde)
Gruppengröße: Nur maximal 7 Teilnehmer:innen
Reiseleitung: 2026 und 2027 persönlich durch DI (FH) Bernd Pfleger MSc
Preis: ab 8.575 Euro (Termin 2026) pro Person
Der Preis umfasst ein komplettes vierwöchiges Programm mit vollständiger Organisation – von der Bahnfahrt ab Wien/München bis zur deutschsprachigen Reiseleitung durch hervorragende Wildnis-Guides. Zusätzlich kommen noch ca. EUR 800 bis 1.200 für Flüge Rom-Nairobi und Sansibar-Rom hinzu.
Häufige Fragen zur Sambia Safari
Wie läuft die Fußsafari (Walking Safari) in Sambia ab?
Bei einer Fußsafari erkundest Du die Wildnis zu Fuß statt im Fahrzeug, begleitet von einem bewaffneten, ortskundigen Ranger. Man liest Spuren, nähert sich Wildtieren behutsam an und erlebt die afrikanische Wildnis so, wie sie wirklich ist – ganz ohne die Distanz eines Fahrzeugs. Dank der umfassenden Erfahrung und des Wissens der Ranger ist dies dennoch ein sicheres Abenteuer.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Safari in Sambia?
Die weltweit einzigartige Flughund-Migration im Kasanka Nationalpark findet nur von Ende Oktober bis Mitte Dezember statt. Wer stattdessen die beeindruckenden Wasserfälle im Norden Sambias erleben möchte, der sollte zwischen Juni und August die Region bereisen. Nach der Regenzeit sind diese Wasserfälle inzwischen wieder erreichbar und führen auch noch viel Wasser. Die einsame 05-Road im South Luangwa Nationalpark und der besonders sehenswerte North Luangwa Nationalpark können hingegen nur in der späten Trockenzeit von Juli bis Oktober sicher bereist werden. Deshalb ist die besonders reizvolle Kombination (North) Luangwa mit Flughundmigration nur zu einem Termin im Oktober/November möglich, und die Kombination (North) Luangwa mit den atemberaubenden Wasserfällen nur im Juli/August sinnvoll.
Wie unterscheidet sich diese Sambia-Rundreise von klassischen Safari-Angeboten?
Klassische Sambia-Reisen konzentrieren sich meist auf den South Luangwa Nationalpark, der meist mit dem Flugzeug angeflogen wird. Alleine die Sambia-Etappe der Great African Journey verbindet jedoch vier besonders sehenswerte Nationalparks (North Luangwa, Luambe, South Luangwa, Kasanka bzw. die Wasserfälle im Norden) mit Zugreise, Geländewagen-Etappen, lokalen Märkten und ungeschminkten Begegnungen mit der Bevölkerung – für ein deutlich vollständigeres Bild des Landes. Ganz zu schweigen von der einzigartigen Kombination mit den spannendsten Schutzgebieten Kenias und Tansanias und dem Abschlussaufenthalt auf Sansibar.
Ist Sambia sicher zu bereisen?
Ja. Sambia ist wie gesagt generell ein sehr friedliches Land. Zudem besuchen wir ausschließlich sichere Regionen, und bei allen Fußsafaris begleiten uns erfahrene lokale Guides, die im Ernstfall auch bewaffnet für Sicherheit sorgen. Auch das Camping in den Dachzelten ist ein sicheres Erlebnis, da die Tiere uns in den Zelten nicht wahrnehmen. Dennoch verlangt die Tour große Flexibilität, Teamgeist und die Bereitschaft, teilweise auf Komfort zu verzichten.

Bereit, das wahre Sambia zu erleben?
Sambia hat mich seit über einem Jahrzehnt nicht mehr losgelassen. Für mich ist es nach wie vor das beste Safariland Afrikas – auch weil es so wenige wirklich kennen. Wenn Du Lust hast, dieses Land nicht nur zu bereisen, sondern wirklich zu erleben, würde ich mich freuen, Dich auf dieser Reise begleiten zu dürfen.
Du willst einmal in Deinem Leben auf echte Afrika Safari abseits der Touristenpfade gehen? 4 Wochen komplett abschalten? Dann ist das Deine Tour.
Mehr Infos, Detailprogramm, Preise, Termine und Voraussetzungen unter: www.experience-wilderness.com/greatafricanjourney
Über den Autor:
Bernd Pfleger ist Biologe, Natur-Reiseveranstalter und Wildnis-Guide. Er ist beruflich und privat immer wieder monatelang in den aufregendsten Wildnisgebieten der Welt unterwegs. Er erkundete den Kruger Nationalpark und andere berühmte Safari-Parks zu Fuß, erforschte in der unberührten, beeindruckenden Gebirgslandschaft der Drakensberge in Südafrika die Jahrtausende alten Felsenzeichnungen der San, drang mit dem Geländewagen ins Herz der Kalahari in Botswana vor, durchquerte das kaum zugängliche Luangwa-Tal in Sambia, uvm. Er ist Gründer des Natur-Reiseveranstalters "Experience Wilderness" (ausgezeichnet mit dem Österreichischen Umweltzeichen) und leitet viele Touren persönlich.




