Der Weg zur einer tatsächlich umweltfreundlichen Afrika Safari ohne Flug : Kenia, Tansania, Sambia & Sansibar nachhaltig bereisen
- Bernd Pfleger

- vor 6 Stunden
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Mit Bahn, Schiff, Bus und Geländewagen durch Ostafrika – Slow Travel in Reinform
Vor einigen Jahren berechnete ich meinen ökologischen Fußabdruck. Das Ergebnis schockierte mich: Trotz eines sehr umweltbewussten Lebensstils war mein mobilitätsbedingter CO₂-Ausstoß allein durch meinen jährlichen Flug zu den Reiseleitungen nach Afrika viermal höher als der eines durchschnittlichen Mitteleuropäers!
Da wurde mir schmerzlich bewusst, wie extrem klimaschädlich das Fliegen ist. Das österreichische Umweltbundesamt bestätigt: Fliegen ist mindestens 25-mal klimaschädlicher als Bahnfahren. Selbst bei sehr umweltfreundlichem Lebensstil darf man nur etwa eine Stunde pro Jahr fliegen, um ein naturverträgliches Maß einzuhalten.
Somit sind auch die häufig angepriesenen Öko-Fernreisen per Flugzeug so nicht zukunftsfähig. Touren vor Ort können noch so ökologisch sein – sie kompensieren die negativen Klimaauswirkungen der Fluganreise nicht einmal annähernd.
Umweltschutz oder Naturschutz? Ein Dilemma
Gleichzeitig bedeutet mir Afrika unglaublich viel. Ich bin fest überzeugt: Eine professionell durchgeführte Safari ist eine einzigartige, prägende Erfahrung, die jeder Mensch einmal erleben sollte.
Zudem ist es zwingend notwendig, dass Ökotourist:innen die afrikanischen Schutzgebiete besuchen. Nur dadurch bleiben diese einzigartigen Wildnisgebiete mit ihrer immensen Artenvielfalt erhalten. Ohne den wirtschaftlichen Wert des Ökotourismus würde ein lokaler Bauer den Löwen töten, der seine Rinder bedroht. Arbeitet sein Bruder jedoch als Koch oder Ranger im Nationalpark, erhält der Löwe einen Wert für die lokale Bevölkerung – und wird geschützt.
Die Frage, die mich jahrelang umtrieb: Wie entwickle ich eine Safari, die zukunftsfähig, machbar und gleichzeitig spannend ist?
Die nachhaltige Safari-Revolution nach Jahren des Tüftelns
Ich verwendete meine große Erfahrung im Sanften Tourismus und in Afrika und tüftelte jahrelang. Das Ergebnis ist die "Great African Journey" – eine einzigartige Ökosafari durch Kenia, Tansania, Sansibar und Sambia. Sie ist die klimafreundlichste und emissionsärmste Safari, die von Mitteleuropa aus möglich ist – vor allem dank der nachhaltigen Anreise.
Langfristig strebe ich eine Afrika Safari komplett ohne Flug, also auf dem Landweg an. Da die Sicherheitslage im Sudan, Süd-Sudan und Äthiopien dies derzeit leider unmöglich macht und auch Ägypten momentan nur per Flugzeug erreichbar ist, wählten wir die nächstbeste Lösung: Mit dem Nachtzug fahren wir durch Europa so weit südlich wie möglich – bis nach Rom. Danach folgt ein möglichst kurzer, umweltfreundlicher Direktflug mit modernen Flugzeugen.
In Ostafrika vor Ort nutzen wir ausschließlich Züge, Busse, Schiffe und Geländewagen. Wir verzichten komplett auf Inlandsflüge und unnötigen Luxus.
Durch diese flugreduzierte, CO₂-arme Reiseform sparen wir etwa 450-750 kg CO₂ pro Person – das entspricht einem Drittel bis zur Hälfte eines klimaverträglichen Jahresbudgets! Der zusätzliche Vorteil: Diese Reiseweise ist nicht nur klimafreundlicher, sondern auch deutlich authentischer und abenteuerlicher.
4 Wochen Auszeit, 4 Länder – Sanfter Tourismus weit abseits der Massen
Die Great African Journey unterscheidet sich fundamental von gewöhnlichen Safaris, bei denen man einfliegt, einige Tage Tiere beobachtet und wieder nach Hause fliegt. Bei uns ist der Weg das Ziel – Slow Travel in seiner reinsten Form.
Wir bereisen Afrika so, wie es die Einheimischen tun. Vier Wochen lang. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bahn, Bus und Schiff sowie dem Geländewagen. Wir dringen tief in die größten Wildnisgebiete ein und erkunden sie zu Fuß und per Boot – wie einst die alten Entdecker.
Fernab jeglicher Zivilisation campen wir, während in der Ferne Löwen brüllen und wir am Lagerfeuer fesselnden Geschichten lauschen – die wir vielleicht am nächsten Tag selbst erleben. Zwischendurch verwöhnen uns komfortable Lodges. Dann erkunden wir wieder abseits der Touristenpfade das authentische Afrika.
Die Route im Detail:
Kenia: Ursprüngliche Wildnis
Der Tsavo West Nationalpark – Kenias wildstes Schutzgebiet – zeigt uns Ostafrika in seiner ursprünglichsten Form.
Tansania: Afrikas größter Nationalpark
Mit einem lokalen Massai erkunden wir im Nyerere Nationalpark eines der bedeutendsten Wildnisgebiete unseres Planeten – ein echter Hotspot der Biodiversität Afrikas. Bei Pirschfahrten und Bootstouren begegnen uns Elefanten, Flusspferde und unzählige weitere Arten.
Sambia: Das Herzstück der Abenteuerreise
Das Luangwatal ist für mich der aufregendste Ort der Welt. Hier bewegen wir uns auch zu Fuß durch die Wildnis – ein Privileg für wenige. Der Kasanka Nationalpark bietet dann das spektakulärste Naturschauspiel, das ich je erlebte: Eine Million Flughunde färben den Himmel schwarz, wenn sie sich in die Luft erheben.
Sansibar: Entspannung und faszinierende Unterwasserwelten
Den krönenden Abschluss bildet die Trauminsel Sansibar mit paradiesischen Stränden. Beim Schnorcheln im Mnemba-Atoll verzaubern uns bunte Korallenriffe und Fischschwärme.
Als Biologe lege ich großen Wert darauf, diese faszinierenden Ökosysteme spannend und gleichzeitig wissenschaftlich fundiert zu erklären. So verstehen wir, warum der Erhalt dieser einzigartigen Wildnisgebiete so wichtig ist.
Echte Begegnungen und Fair Trade Safari
Anders als klassische Safaris ermöglicht diese Rundreise authentische Begegnungen mit Land und Leuten. Wir nutzen öffentliche Verkehrsmittel, kaufen auf lokalen Märkten ein und tauschen uns während der Zugreisen im Speisewagen mit Einheimischen aus. Keine oberflächlichen "Cultural Village"-Besuche, sondern echte Begegnungen auf Augenhöhe – fair, respektvoll und mit Fokus auf lokale Wertschöpfung.
Als exklusiver Reisepartner des WWF Österreich unterstützen wir Naturschutzprojekte. Mit jedem Reiseteilnehmer fließt ein Beitrag direkt in den Schutz der Wildnis.
Die komplexe Logistik und die besonders spannende Routenführung limitieren diese exklusive Kleingruppen-Safari auf maximal sieben Teilnehmer:innen. Diese Exklusivität ermöglicht uns wirklich authentische Begegnungen mit Wildnis und lokaler Bevölkerung fernab klassischer Touristenrouten, garantiert Sicherheit und schützt die Natur vor Überlastung. Zudem entsteht eine besondere Gemeinschaft: Menschen mit ähnlichen Werten verbringen vier Wochen gemeinsam – daraus wachsen oft lebenslange Freundschaften.
Von der Vision zur Realität: Die Pilotreise
Die Premiere 2024 stellte eine echte Bewährungsprobe dar – und übertraf alle Erwartungen! Eine Teilnehmerin resümierte: "Die beste Entscheidung meines Lebens!"
Natürlich gab es Herausforderungen – nicht umsonst bezeichne ich es als Afrika-Expedition. Zugverspätungen, spontane Routenanpassungen, überraschende Begegnungen. Doch genau das macht den Reiz aus. Das ist das authentische Afrika, nicht die steril organisierte Luxus-Safari.
Wichtig zu wissen: Diese Tour ist keine Luxusreise. Neben schönen Lodges übernachten wir auch in einfachen Zelten mitten in der Wildnis, teils ohne Dusche. Digital Detox pur. Gemeinsam packen wir beim Campaufbau an. Stundenlang fahren wir über holprige Pisten. Das verlangt Flexibilität, Teamgeist und Bereitschaft zum Komfortverzicht.
Wer das schätzt, wird mit unbezahlbaren Erlebnissen belohnt.
Diese Öko-Safari mit öffentlichen Verkehrsmittel gestaltet die Zukunft des Fernreisens
Fernreisen sollten wieder etwas Besonderes sein. Etwas, das man vielleicht alle 10 Jahre macht, nicht jährlich. Dafür aber richtig – bewusst, verantwortungsvoll. Mit Zeit, Tiefe und Respekt vor Klima und Menschen vor Ort.
Die Great African Journey verkörpert genau das: Eine Erlebnisreise durch Afrika, die vier Wochen dauert und lebenslang nachwirkt. Eine transformative Erfahrung, die nicht nur Erinnerungen schafft, sondern auch innere Veränderungen bewirkt.
Diese Ecosafari beweist: Nachhaltiges, CO₂-armes Reisen bedeutet keinen Verzicht, sondern Gewinn – an Erfahrungen, Begegnungen und Erkenntnissen.
Praktische Informationen
Termine:
- 13. Oktober – 10. November 2026
- 19. Oktober – 16. November 2027
Gruppengröße: Maximal 7 Teilnehmer:innen
Preis: ab 8.575 Euro pro Person
Der Preis umfasst ein komplettes vierwöchiges Programm mit vollständiger Organisation – von der Bahnfahrt ab Wien/München/Zürich bis zur deutschsprachigen Reiseleitung durch mich persönlich.
Voraussetzungen:
- Guter gesundheitlicher Gesamtzustand
- Bereitschaft zum Komfortverzicht
- Flexibilität und Teamgeist
- Mindestalter 14 Jahre
Weitere Informationen: www.experience-wilderness.com/greatafricanjourney
Bereit für das Abenteuer Deines Lebens?
Diese umweltbewußte Safari ist aus meiner Sicht mehr als eine Bahn- und Busreise durch Afrika. Sie beantwortet die Frage, wie wir in Zeiten der Klimakrise verantwortungsvoll und klimafreundlich reisen können. Sie zeigt, dass wir nicht zwischen Abenteuer und Nachhaltigkeit wählen müssen. Und sie könnte die beste Entscheidung werden, die Du dieses Jahr triffst.
Ich würde mich sehr freuen, Dich auf dieser einzigartigen nachhaltigen Afrika Safari begleiten zu dürfen.

Über den Autor:
Bernd Pfleger ist Biologe, Wildnis-Guide und Gründer vom Natur-Reiseveranstalter "Experience Wilderness" (ausgezeichnet mit dem Österreichischen Umweltzeichen). Seit über 15 Jahren leitet er Touren in die entlegensten Wildnisgebiete der Erde – mit dem Anspruch, Naturerlebnisse und Nachhaltigkeit zu vereinen.

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